Schweizer Arbeitsmarktbarometer

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht.

Schweizer Arbeitsmarktbarometer weiterhin im Negativbereich

Schweizer Arbeitsmarktbarometer Januar 2024_DE

Im Januar haben sich die Einschätzungen der Arbeitsmarktexpertinnen und -experten für die kurzfristige Entwicklung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vormonat zwar etwas verbessert. Mit 98,7 Prozentpunkten liegen die Prognosen jedoch weiterhin im negativen Bereich.

«Auch im Januar erwarten die Arbeitsmarktexpertinnen und -experten in den RAV einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie einen Rückgang der Beschäftigung», so Oliver Schärli, Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt / Arbeitslosenversicherung des SECO.

Zeitreihe_januar 2024_DE

Mit 98,3 Prozentpunkten wird die kurzfristige Entwicklung der registrierten Arbeitslosigkeit (saisonbereinigt) auch im Januar schlechter bewertet als die kurzfristigen Beschäftigungsaussichten (saisonbereinigt), welche im Januar einen Wert von 99,1 erreichen.


Methodik

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht. Die Erhebung wird seit Mai 2021 in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Deutschland und dem Europäischen Arbeitsmarktbarometer durchgeführt.

Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate anzeigt, prognostiziert Komponente B die Beschäftigungsentwicklung. Der Durchschnitt aus den Komponenten «Arbeitslosigkeit»  und «Beschäftigung» ergibt den Gesamtwert des Barometers. Dieser Indikator gibt somit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarktes. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
 

Europäisches Arbeitsmarktbarometer

Das Europäische Arbeitsmarktbarometer wird seit Juni 2018 gemeinsam mit den öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Teilnehmerländer und dem IAB durchgeführt. Aktuell nehmen 18 Länder an der Befragung teil. Dazu gehören: Österreich, Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Dänemark, Belgien-DG, Belgien-Flandern, Deutschland, Island, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, die Schweiz, Schweden und Belgien-Wallonien.

https://www.arbeit.swiss/content/secoalv/de/home/menue/institutionen-medien/schweizer-arbeitsmarktbarometer.html