Schweizer Arbeitsmarktbarometer

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht.


Schweizer Arbeitsmarktbarometer erreicht seinen vorläufig tiefsten Wert

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Im November 2022 erreicht das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ein Niveau von 98,4 Prozentpunkten und damit seinen vorläufigen Tiefstwert.

«Die Arbeitsmarktexpertinnen und -experten in den RAV erwarten für die nächsten drei Monate einen spürbaren Rückgang der Beschäftigung (saisonbereinigt) und einen tendenziellen Anstieg der Arbeitslosigkeit (saisonbereinigt). Auch die Voranmeldungen für Kurzarbeit von Industriebetrieben haben in den letzten Wochen wieder zugenommen. Im Falle eines stärkeren konjunkturellen Abschwungs wäre dieser Wirtschaftszweig als erstes betroffen», so Oliver Schärli, Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt / Arbeitslosenversicherung am SECO.
 

Verschlechterte Bewertung der registrierten Arbeitslosigkeit als auch der Beschäftigung

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Mit 98,5 (registrierte Arbeitslosigkeit, saisonbereinigt) bzw. 98,3 (Beschäftigung, saisonbereinigt) werden beide Komponenten des Arbeitsmarktbarometers im November 2022 etwas schlechter bewertet als noch im Vormonat.


Methodik

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht. Die Erhebung wird seit Mai 2021 in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Deutschland und dem Europäischen Arbeitsmarktbarometer durchgeführt.

Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate anzeigt, prognostiziert Komponente B die Beschäftigungsentwicklung. Der Durchschnitt aus den Komponenten «Arbeitslosigkeit»  und «Beschäftigung» ergibt den Gesamtwert des Barometers. Dieser Indikator gibt somit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarktes. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
 

Europäisches Arbeitsmarktbarometer

Das Europäische Arbeitsmarktbarometer wird seit Juni 2018 gemeinsam mit den öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Teilnehmerländer und dem IAB durchgeführt. Aktuell nehmen 18 Länder an der Befragung teil. Dazu gehören: Österreich, Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Dänemark, Belgien-DG, Belgien-Flandern, Deutschland, Island, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, die Schweiz, Schweden und Belgien-Wallonien.

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